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ren, ſo hätten ſie ihnen die Niederlagen bei Rees, Orſay, Veſel und Rheinberg erſpart; ſie hätten den Uebergang über den Rhein von ihnen abgewehrt, und Holland könnte ſich noch für unbeſiegbar inmitten ſeiner Sümpfe und Canäle halten.“ 4 „Dies Alles iſt wahr, mein Bruder, aber noch entſchieden wahrer iſt, daß ich, wenn man in dieſem Augenblick unſere Correſpondenz mit Herrn von Lou⸗ vois fände, ein ſo guter Lootſe ich auch bin, das ſo ſchwache Fahrzeug, welches die de Witt und ihr Ver⸗ mögen aus Holland bringen ſoll, nicht retten würde. Dieſe Correſpondenz, welche redlichen Leuten bewieſe, wie ſehr ich mein Vaterland liebe und welche perſön⸗ lichen Opfer für ſeine Freiheit, für ſeinen Ruhm zu bringen ich mich angeboten habe, dieſe Correſpondenz würde uns bei den Orangiſten, unſern Siegern, zum Verderben gereichen. Ich will auch gern glauben, lie⸗ ber Cornelius, daß Du ſie verbrannt haſt, ehe Du Dortrecht verlaſſen, um zu mir nach dem Haag zu kommen.“ 8 „Mein Bruder,“ antwortete Cornelius,„Deine Correſpondenz mit Herrn von Louvois beweiſt, daß
Du in der letzten Zeit der größte, der edelſte und der gewandteſte Bürger der ſieben Vereinigten Provinzen geweſen biſt. Ich liebe den Ruhm meines Vaterlands,
ich liebe beſonders Deinen Ruhm, mein Bruder, und ich habe mich wohl gehütet, dieſe Correſpondenz zu verbrennen.“
„Dann ſind wir für dieſes irdiſche Leben verlo⸗ ren,“ ſprach ruhig der Ex⸗Großpenſionär, während er an's Fenſter trat.
„Nein, im Gegentheil, Johann, und wir werden zugleich die Rettung des Leibes und die Wiederaufer⸗ 5 ſtehung der Volksthümlichkeit haben.“
„Was haſt Du denn mit dieſen Briefen gemacht?“
„Ich habe ſie Cornelius van Baerle, meinem 1 Pathen in Dortrecht, den Du kennſt, anvertraut.“
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