ſo gut überzeugt von der Gewalt ihrer ſchönen Augen, dieſe Frondeuſe⸗Herzogin, daß ſie durchaus nicht an ihrem Einfluſſe ſogar auf Herrn von Condé zweifelte, und die Chronik der Scandale jener Zeit ſagt, ſie habe ſich nicht zu viel angemaßt.
Als Athos Aramis auf der Place⸗Royale verließ, begab er ſich zu Frau von Chevreuſe. Hier war abermals eine Frondeuſe zu überreden; aber dieſe war ſchwerer zu beſtegen, als ihre junge Rivalin. Man hatte keine Bedingung zu ihren Gunſten feſtgeſtellt. Herr von Che⸗ vreuſe war nicht zum Gouverneur irgend einer Provinz ernannt worden, und wenn die Königin Pathin zu werden einwilligte, ſo konnte es nur bei ihrem Enkel oder threr Enkelin ſein.
Bei dem erſten Worte vom Frieden runzelte auch Frau von Chevreuſe die Stirne, und trotz aller Logik von Athos, der ihr zu beweiſen ſuchte, daß ein laͤn⸗ gerer Krieg unmöglich wäre, beſtand ſie auf den Feind⸗ ſeligkeiten.
„Schöne Freundin,“ ſprach Athos,„erlaubt mir, Euch zu bemerken, daß Jedermann des Krieges müde iſt, daß, Euch und den Herrn Coadjutor vielleicht ausge⸗ nommen, alle Welt den Frieden wünſcht. Ihr werdet machen, daß man Euch verbannt, wie zur Zeit von König Ludwig XIII. Glaubt mir, wir haben das Alter der Erfolge in der Intrigue hinter uns, und Eure ſchönen Augen ſind nicht dazu beſtimmt, in Thränen über Paris zu erlöſchen, wo es ſtets zwei Königinnen geben wird, ſo lange Ihr daſelbſt ſeid.“
„Oh,“ ſagte die Herzogin,„ich kann den Krieg nicht allein machen, aber ich kann mich an dieſer undankbaren Königin und an dem ehrgeizigen Günſtling rächen, und ſo wahr ich Herzogin bin, ich werde mich rächen!“
„Madame,“ ſprach Athos,„ich bitte Euch dringend, bereitet Herrn von Bragelonne keine ſchlimme Zukunft. Er iſt in die Welt getreten, der Herr Prinz will ihm


