315
Worte, welche Parry geleſen, deuteten ihnen an, daß ihre Anweſenheit von dem König dem wahren Be⸗
weggrunde zugeſchrieben wurde.
Die Augen von d'Artagnan funkelten vor Freude⸗
„Ihr fragtet mich ſo eben, ob ich bei Geld wäre,“ 5 d'Artagnan und legte zwanzig Piſtolen auf den „Ja,“ erwiederte Groslow. „Nun wohl,“ verſetzte d'Artagnan,„ich aber ſage Euch: nehmt Euren Schatz in Acht, mein lieber Herr Groslow, denn ich ſtehe Euch dafür, wir gehen nicht von hinnen, ohne ihn Euch geraubt zu haben.“
„Das wird nicht geſchehen, ohne daß ich ihn ver⸗ theidige,“ entgegnete Groslow. 6
„Deſto beſſer,“ rief d'Artagnan.„Schlacht, mein lieber Kapitän, Schlacht! Ihr wißt oder wißt nicht, was wir verlangen.“
„Ahl ja, ich weiß es wohl,“ erwiederte Groslow, in ſein plumpes Gelächter ausbrechend;„Ihr Franzoſen ſucht nur Wunden und Beulen.“
Karl hatte wirklich Alles gehört, Alles verſtanden. Eine leichte Röthe ſtieg ihm in das Geſicht, die Sol⸗ daten ſaben ihn allmählig ſeine müden Glieder aus⸗ ſtrecken und unter dem Vorwande einer durch den glü⸗ henden Ofen erzeugten übermäßigen Hitze nach und nach die ſchottiſche Decke abwerfen, unter der er, wie geſagt, ganz angekleidet lag.
Athos und Aramis bebten vor Freude, als ſie ſahen, daß der König angekleidet war.
Die Partie begann. Dieſen Abend wandte ſich das Glück auf die Seite von Groslow; er hielt Alles und gewann beſtändig. Hundert Piſtolen gingen von der einen Seite des Tiſches auf die andere über, Gros⸗ low war von einer tollen Heiterkeit.
Porthos, der die fünfzig Piſtolen, die er am Tage vorher gewonnen, wieder verloren hatte, und noch über dreißig von den ſeinigen dazu, war ſehr verdrießlich,


