Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 7.-10. Bändchen (1845) Vingt ans après
Entstehung
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eine Königin, welche er ſo behandelt hatte, mit einem Lächeln auf den Lippen, ſtatt die Drohung im Munde zu haben, erſchien, ſo kam ſie als Flehende.

Herr Cardinal, ſagte die erhabene Dame, ich hatte Anfangs die Abſicht, über die Angelegenheit, welche mich hieher führt, mit der Königin, meiner Schweſter, zu ſprechen; aber ich bedachte, daß die politiſchen Dinge vor Allem die Männer angehen.

Madame, ſprach Mazarin,glaubt mir, daß Eure Majeſtät mich ganz beſchämt durch dieſe ſchmei⸗ chelhafte Unterſcheidung.

Er iſt ſehr höflich, dachte die Königin;ſollte er mich errathen haben?

Man war in das Cabinet des Cardinals gelangt, Mazarin ließ die Königin ſich ſetzen, und nachdem ſie es ſich in ihrem Lehnſtuyle bequem gemacht hatte, ſprach er:

Gebt dem ehrfurchtsvollſten von Euren Dienern Eure Befehle.

Ach, mein Herr, ich habe die Gewohnheit, Be⸗ fehle zu geben, verloren, und die, Bitten zu ſtellen, angenommen. Ich komme, um Euch zu bitten, und bin zu glücklich, wenn meine Bitte erhört wird.

Sprecht, Madame.

Herr Cardinal, es handelt ſich um den Krieg, den der König, mein Gemahl, gegen ſeine rebelliſchen Unterthanen führt. Ihr wißt vielleicht nicht, daß man ſich in England ſchlägt, ſagte die Königin mit einem traurigen Lächeln,auf eine viel entſcheidendere Art ſchlagen wird, als man ſich bis jetzt geſchlagen hat.

Ich weiß durchaus nichts davon, Madame, er⸗ wiederte der Cardinal, dieſe Worte mit einer leichten Schulterbewegung begleitend.Ach, unſere eigenen Kriege verzehren völlig die Zeit und den Geiſt eines unfähigen, ſchwachen, armen Miniſters wie ich bin.

Nun wohl, Herr Cardinal, ſagte die Königin, ich theile Euch alſo mit, daß Carl I., mein Gemahl, im Begriffe iſt, eine entſcheidende Schlacht zu liefern.