Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 4.-6. Bändchen (1845) Vingt ans après
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an. Empfinge und unterſtützte Frankreich den König, ſo würde es die Handlungen des engliſchen Volkes mißbilligen und England und namentlich dem Gange der Regierung ſo weſentlich ſchaden, daß ein ſolcher Zuſtand wirklichen Feindſeligkeiten gleich käme.

In dieſem Augenblick hörte Mazarin, ſehr beun⸗ ruhigt durch die Wendung, die der Brief nahm, zu leſen auf und ſchaute den jungen Mann verſtohlen an.

Er träumte immer noch.

Mazarin fuhr fort:

Es iſt alſo dringend, Monſeigneur, daß ich er⸗ fahre, woran ich mich in Beziehung auf die Abſichten von Frankreich zu halten habe. Die Intereſſen dieſes Königreichs und die von England ſind, obgleich in umgekehrtem Sinne gelenkt, ſich näher, als man glau⸗ ben ſollte. England bedarf der innern Ruhe, um die Vertreibung ſeines Königs zu vollenden. Frankreich bedarf dieſer Ruhe, um den Thron ſeines jungen Monarchen zu befeſtigen. Ihr habt dieſen innern Frie⸗ den ſo ſehr wie wir nöthig, dieſen Frieden, den wir durch die Energie unſerer Regierung bereits berühren.

Eure Streitigkeiten mit dem Parlament, Eure Zwiſtigkeiten mit den Prinzen, welche heute für Euch und morgen gegen Euch kämpfen, die Hartnäckigkeit des von dem Coadjutor, dem Präſidenten Blanemesnil und dem Rath Brouſſel angeführten Volkes, dieſe ganze Unordnung endlich, welche die verſchiedenen Stufen des Staates durchläuft, muß Euch mit Unruhe die Möglichkeit eines fremden Krieges betrachten laſ⸗ ſen; denn dann würde England, im höchſten Maße aufgeregt durch die neuen Ideen, ſich mit Spanien verbinden, das bereits auf eine ſolche Allianz abzielt. Bekannt mit Eurer Klugheit, Monſeigneur, und mit der ganz perſönlichen Stellung, die Euch die Ereig⸗ niſſe gegenwärtig geben, dachte ich, Ihr würdet lieber Eure Kräfte im Innern von Frankreich concentriren

SO+