Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 4.-6. Bändchen (1845) Vingt ans après
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trauriges Beiſpiel in ein bereits durch bürgerliche Zwiſtigkeiten aufgeregtes Land bringt? Eure Weisheit und Eure Liebe ſollen mir als Fuührer dienen. Der Ueberbringer dieſes Briefes, Madame, wird Euch ſagen, was ich nicht der Gefahr eines Zufalls anvertrauen kann. Er wird Euch erklären, welchen Schritt ich von Euch erwarte. Ich beauſtrage ihn auch mit meinem Segen für meine Kinder und mit allen Gefühlen mei⸗ nes Herzens für Euch, Madame und theure Gemahlin.

Der Brief war unterzeichnet ſtatt Karl König Karl noch König.

So traurig das Leſen dieſes Briefes war, deſſen Eindrücke Winter auf dem Geſichte der Königin ver⸗ folgte, ſo brachte es doch in ihre Augen einen Strahl der Hoffnung. 3

Er mag nicht mehr König ſein, rief ſie,er mag beſiegt, verbannt, geächtet werden, er lebe nur. Ach, der Thron iſt heut' zu Tage ein zu gefährlicher Poſten, als daß ich wünſchen könnte, er möchte auf demſelben bleiben. Doch ſagt mir, Mylord, fuhr die Königin fort,verhehlt mir nichts: wo iſt der König? Iſt ſeine Lage ſo verzweifelt, als er denkt?

Ach, Madame, noch verzweifelter, als er ſelbſt glaubt. Seine Majeſtät hat ein ſo gutes Herz, daß er den Haß nicht begreift. Der König iſt ſo ritterlich, daß er den Verrath nicht ahnet. England iſt von einem Schwindelgeiſte befallen, der, ich befürchte es, nur im Blute erlöſchen wird.

Aber Lord Montroſe, antwortete die Königin, ich hörte von raſchen und großen Siegen, von Schlach⸗ ten, gewonnen in Inverlashy, in Alfort und in Kil⸗ ſyth, ich hörte ſagen, er marſchire an die Gränze, um ſich mit dem König zu verbinden? 5

Ja, Madame, aber an der Gränze traf er Lesly; er hatte den Sieg durch übermenſchliche Unternehmungen ermüdet; der Sieg verließ ihn. In Phillipaugh ge⸗ ſchlagen, war Montroſe genöthigt, die Neite ſeines