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Stunden, die ihn noch von der zu ſeiner Entweichung be⸗ ſtimmten Stunde trennten. 4
Dann war ein Umſtand, der ihn furchtbar beſchäf⸗ tigte; auf welche Weiſe ſollte ſich dieſe Flucht bewerk⸗ ſtelligen? Man hatte ihn auf ein günſtiges Reſultat hoffen laſſen, aber dabei verborgen, was im Einzelnen die geheimnißvolle Paſtete enthalten ſollte. Welche Freunde harrten ſeiner? Er hatte alſo noch Freunde nach fünf⸗ jähriger Gefangenſchaft? In dieſem Fall war er ein be⸗ vorzugter Prinz..
Er vergaß auch nicht, daß außer ſeinen Freunden, was etwas ſehr Seltenes iſt, eine Frau ſich ſeiner erinnert hatte; vielleicht war ſie ihm nicht ſehr gewiſſenhaft treu geweſen, aber ſie hatte ihn wenigſtens nicht vergeſſen, und das war viel.
Das war mehr, als es bedurfte, um den Herzog in Anſpruch zu nehmen, es ging auch beim Schach, wie beim langen Ball. Herr von Beaufort machte Fehler über Fehler und der Offizier ſchlug ihn am Abend, wie ihn La Ramée am Morgen geſchlagen hatte.
Aber ſeine fortwährenden Niederlagen hatten einen Vortheil; es waren drei Stunden gewonnen, dann ſollte die Nacht kommen und mit der Nacht der Schlaf.
So dachte der Herzog wenigſtens; aber der Schlaf iſt eine ſehr launenhafte Gottheit, und gerade, wenn man ſie ruft, läßt ſie auf ſich warten; der Herzog erwartete den Schlaf bis Mitternacht, drehte ſich wieder und immer wieder auf ſeiner Matratze um, wie der heilige Lorenz auf ſeinem Roſte. Endlich entſchlummerte er. Aber bei Ta⸗ gesanbruch erwachte er wieder; er hatte phantaſtiſche Träume gehabt; es waren ihm Flügel gewachſen; er wollte ganz natürlich entfliehen, und Anfangs unterſtützten ihn ſeine Flügel vollkommen; als er aber eine gewiſſe
Höhe erreicht hatte, fehlte ihm plötzlich dieſe ſeltſame
Stütze, ſeine Flügel waren gebrochen und es kam ihm vor, als ſtürze er in bodenloſe Abgründe, und er erwachte,
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