Teil eines Werkes 
Zwanzig Jahre nachher : Fortsetzung der Drei Musketiere : 1.-3. Bändchen (1845) Vingt ans après
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I. Das Geſpenſt von Kichelieu.

In einem Zimmer des uns bereits bekannten Pa⸗ lais Cardinal ſaß an einem mit Papieren und Büchern beladenen Tiſche mit Ecken von Vermeil ein Mann, den Kopf in ſeine zwei Hände geſtützt.

Hinter ihm war ein weiter Kamin, roth von einem Feuer, deſſen Brände auf großen vergoldeten Feuer⸗ böcken zuſammenſanken. Der Glanz der Flammen be⸗ leuchtete von hinten das prachtvolle Gewand dieſes Traͤu⸗ mers, den das Licht eines mit Kerzen beladenen Can⸗ delabers von vorne beſtrahlte.

Beim Anblick dieſer rothen Simarre und dieſer reichen Spitzen, dieſer bleichen, unter dem Nachſinnen gebeugten Stirne, der Einſamkeit dieſes Cabinets, bei ¹ der Stille in den Vorzimmern und dem abgemeſſenen Tritte der Wachen auf der Flur, hätte man glauben können, der Schatten des Cardinal von Richelieu weile noch in dieſem Gemach.

Ach! es war allerdings nur der Schatten des großen Mannes. Das geſchwächte Frankreich, das ge⸗ ſunkene Anſehen des Königs, die entkräfteten oder auf⸗ rühreriſchen Großen, der Feind, welcher die Gränzen des Landes überſchritten hatte, Alles bewies, daß Ri⸗ chelieu nicht mehr war.

Was aber noch mehr zum Beweiſe diente, als Alles dieß, daß die rothe Simarre keineswegs die des alten Cardinals ſein konnte, das war dieſe Vereinze⸗