Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 1.-4. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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reizend vorkommt, aber darum nur um ſo verdächtiger iſt; denn die reizenden Frauen, welche um Mitternacht in den Straßen umherlaufen...

Mein Herr, verſetzte die Unbekannte,ich bitte Sie, beurtheilen Sie mich nicht nach dem Anſchein.

Vor Allem ſagen Sie: mein Herr, was ein großer Fehler iſt, hörſt Du, Bürgerin? Oh! nun ſage ich ſelbſt Sie. 4 I ſir; Ir 3

Ja, ja, Bürger, laß Deinen Freund ſeine gute Hand⸗ lung vollenden

Wie dies?

Dadurch, daß er mich bis in meine Wohnung zu⸗ rückführt und mich den ganzen Weg entlang beſchützt.

Manrice, Maurice, verſetzte Lorin,Du gefährdeſt Dich furchtbar.

Ich weiß es wohl, antwortete der junge Mann; doch was willſt Du? wenn ich die arme Frau verlaſſe, wird ſie auf jedem Schritt von Patrouillen feſtgenommen werden.

Ohl ja, ja, während ich mit Ihnen, mein Herr, während ich mit Dir, Burger, will ich ſagen, gerettet bin.

Du hörſt es, gerettet! ſprach Lorin.Sie läuft alſo große Gefahr?

Höre, mein lieber Lorin, entgegnet Maurice,wir wollen gerecht ſein. Es iſt eine gute Patriotin oder eine Ariſtokratin. Iſt es eine Ariſtokratin, ſo hatten wir Un⸗ recht, ſie zu beſchützen; iſt es eine gute Patriotin, ſo ent⸗ ſpricht es unſerer Pflicht, ſie zu behüten.

Verzeih, verzeih, lieber Freund, es thut mir leid für Ariſtoteles; doch Deine Logik iſt albern. Du biſt wie derjenige, welcher ſagte:

JIris ſtahl mir die Vernunft, Fordert Weisheit dann von mir.

Höre Lorin, ſprach Maurice,ich bitte Dich, laß Dorat, Parny, Gentil⸗Bernard ruhen. Sprechen wir im Ernſte: willſt Du mir das Loſungswort geben oder nicht geben?.