Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 4.-6. Bändchen (1846)
Einzelbild herunterladen

224

Die Prinzeſſin verſammelte alle Diejenigen, welche an dem Zuge Theil genommen hatten; ſie erhob in ihrem Namen und in dem des Herrn Herzogs von Enghien die Thaten der Männer, die ſich ausgezeich⸗ net hatten; ſprach lange mit Ravailly, der, den Arm in der Binde, ihr ſchwor, er wäre bereit, am andern Tage wiederanzufangen; legte ihre Hand auf die Schulter von d'Eſpagnet und ſagte ihm, ſie betrachte ihn und ſeine braven Bordeleſen als die feſteſten Stützen ihrer Partei; erwärmte endlich ſo gut die Phantaſie Aller, daß die Entmuthigtſten feierlich ge⸗ lobten, ſie würden ihre Entſchädigung nehmen, und auf der Stelle nach der Inſel Saint⸗George zurück⸗ kehren wollten. Nicht auf der Stelle, ſagte die Prinzeſſin,be⸗ nützt den Tag und die Nacht zur Ruhe, und über⸗ morgen werdet Ihr für immer dort eingeſetzt ſein. Dieſe Verſicherung, mit feſter Stimme ausgeſpro⸗ chen, wurde mit lauten Rufen kriegeriſchen Eifers auf⸗ genommen. ZJeder von dieſen Rufen tauchte ſich tief in das Herz der Vicomteſſe, denn ſie erſchienen ihr Sir Fien ſo viele das Leben ihres Geliebten bedrohende olche.

3Du ſiehſt, wozu ich mich anheiſchig gemacht habe, Claire, ſprach die Prinzeffin;es iſt Deine Gechf meine Schuld gegen dieſe braven Leute abzu⸗ ragen. Seid unbeſorgt, Madame, antwortete die misonmteſſe,ich werde halten, was ich verſprochen abe. 1 An demſelben Abend ging ein Eilbote nach Saint⸗ George ab.