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„Nun ja, er iſt liebenswürdig; plaudern wir ſpäter etwas davon. Denken Sie, ich habe Luſt, Frankreich zu verlaſſen und nach Mailand zu gehen.“
„Gehen Sie dahin, meine Liebe, gehen Sie da⸗ hin; Sie werden dort ſehr gut aufgenommen werden. Ich komme gerade nach Paris, um meine Truppe zu recrutiren, und dann nach Erfurt und Dresden zu gehen. Sind Sie mit bei der Reiſe nach Dresden?“
„Ich weiß, daß Mars, Georges und Talma da⸗ bei ſind; aber zu mir hat man noch kein Wort davon geſagt.“
„Wünſchen Sie dabei zu ſein?“
„Und wenn ich wünſchte dabei zu ſein? Wün⸗ ſchen Sie, mein theurer Prinz, daß ich offen ſpreche? Das war es, was mich geſtern Abends in eine ſolch' abſcheuliche Laune verſetzte.“
„Wirklich!“
„Auf mein Wort.“
„Wohlan, ich will es mit Rovigo in Ordnung bringen. Ich glaube, daß er die Sache auf ſich hat.“
„Ach, Sie werden ein Amor ſein.“
„Nun, thun Sie von Ihrer Seite auch etwas für mich.“ 3
„O, Alles, was Sie wünſchen,“
„Geben Sie mir das Repertoire dieſer Woche, damit ich meine Soiréen mit den Ihrigen in Einklang bringen kann. Ich will die Templer ſehen; werden Sie darin ſpielen?“
„Ja, ich werde darin eine Art von Leichenbeglei⸗ terin machen. Ich wollte, daß Sie mich in einem andern Stücke ſehen würden.“
„Ich werde Sie in allen ſehen.“
„Sie wollen alſo dieſes Repertoire?“
„ a.“.
„O, es iſt jetzt ſehr ſchlecht beſtellt, das Alles ſind nichts als Ränke, Cabalen und Intriguen. Unſere Das Brautkleid. 2


