Teil eines Werkes 
3. Bd. (1835)
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ſie weint und er muß wieder weinen, da er ſte weinen ſieht, und ſo kömmt die ganze, an und für ſich höchſt lächerliche Sache unter Thränen zu Stande. Dabei iſt kein Betrug, dabei iſt keine Beeinträchtigung; was geht uns Andere fremdes Glück an? Ach Gott, ich dächte doch, daß Ihr die Weiber kennen gelernt hättet, und Ihr ſpracht auch ſonſt ganz anders darüber. Denkt an Tha⸗ ten, denn Ihr habt das Recht dazu. Danket Eurem Vater, daß Ihr ſein rechtmäßiger Sohn ſeid, denn dadurch gab er Euch eine Waffe ge⸗ gen ihn ſelbſt in die Hand, wenn er irgend etwas Unbilliges gegen Euch beginnen will. Will er Euch einſt irgend ein Recht an der Herrſchaft ſchmälern, ſo braucht Ihr es nicht zu dulden; er muß Euch laſſen, was Euer iſt; er kann vor Gott und der Welt nicht anders, und, wenn er anders handeln wollte, ſo habt Ihr, der Ihr jetzt erwachſen ſeid, nach allen fürſtlichen Geſetzen der Chriſtenheit die Befugniß, Euch gegen ihn zu wehren. O ich wollte, daß Ihr endlich einmal ſelbſt Herrſcher wäret; Ihr ſeid ſo ganz geboren dazu.

Freiberger! Freiberger! Ihr habt Recht; vergebt, wenn ich tolles, abgeſchmacktes Zeug geſprochen. Ihr habt Recht, Fiedelbogen, un)