1. Im Herzen lebt mir nie geahnet Sehnen, Und Worte klingen mir im Innern!— Thraͤnen Und Jugendtraum in ſuͤßer Daͤmmerung!— Da tritt hervor, im heitern Fruͤhlingsſtrahle, Mein ſchoͤnes Bild vom Kreis der Ideale! Wenig Tage, nach dem der Ritter Trautwan⸗ gen ſich als geneſen bei dem Herzoge vorgeſtellt hatte, ordnete dieſer die Reihe praͤchtiger Feſte an, mit denen er den Sieg des Bundesverwan⸗ . ten, und Edithas Rechtfertigung feiern wollte. Ein glaͤnzendes Ritterſpiel machte den Anfang, bei dem die Herzogin, Editha an ihrer Linken, nebſt allen Damen ihres Hofes erſchien— leuch⸗ tende Sterne am Firmament. Alle waren blen⸗ dend geſchmuͤckt, und es ſchien, als wetteifre die Pracht mit der Schoͤnheit, wie der Dia⸗ . 1 mant mit der Blume. Kaum hatten ſie die ih⸗ nen beſtimmten Ehrenſitze eingenommen, als ſich
Ritterſchaaren in zwei Abtheilungen, ſede Bon 3
die Schranken oͤffneten, und die prunkvollen—


