Es koppelt eng den Juden an den Hund; Es reißt entzwei ſo Lieb' als Eidesbund 3 Selbſt Erdengötter fühlen meine Hand;— Dreifache Kronen werft ich in den Sand; 2 Der Wage Zünglein biegt mir Pfennigs Werth;
Statt Kreuz und Scepter pflanz' ich hoch das Schwert. Reichsapfel ſchäl' ich, bis ihr fauler Kern Davor macht ekeln ſelbſt der Gärten Herrn; Lebend'ges tödt' ich,— doch das Todte lebt, 4 Sobald mein Will' es aus den Gruͤften hebt.
Frei waͤhnt er ſich, doch mir dient der Poet, † Der jetzt euch kündigt meine Majeſtät. Er dünkt ſich Aar, der ſtolz hernieder ſchießt,
Und Sonnenbrand rings auf die Erde gießt, In Hoffnung ſchwelgend, daß er ſie erhellt,— Die nachtgewohnte, blödgeſchlagne Welt!— Er ſchwebt und hofft, von Stürmen arg umtobt, 6 Thut, was er will, ob man ihn ſchmäht, ob lobt, 5 Er geht, wie oft er irrt, die eigne Bahn,
Und kläfften ihn zehntauſend Möpſe an;
Er will, daß Licht auf Erden ſei und Recht.— 3 Frei wähnt er ſich? Er bleibt doch ſtets mein
Knecht!


