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mit dem wunderbaren Titel:„Der geſäuberte deutſche Muſenberg“ hin, und ſchlug ihn bei einem Artikel auf, über welchen ſein Name ſtand.„Da leſen Sie das Neueſte über meine Dramen,“ ſagte er mit Bitterkeit.
Cäcilie las:„Auf ſeine Bühnenſtücke iſt im Durchſchnitt der nämliche Werth zu legen, den wir auf die Stücke von Kotzebne und Raupach zu legen gewohnt waren, ſie ſind keinerlei Gewinn für die Bühne, ſondern nur einſtweiliges Futter für die eine leichte Unterhaltung ſuchende Zuſchauerſchaft. Ungeſunde, markloſe und verkehrte Figuren, die Wirklichkeit theils in ihrer hausbackenen, theils widerwärtigen und ver⸗ zerrten Geſtaltung, den allgemeinen Gedankengang ge⸗ wiſſer Zeitſtrömungen ohne Tiefe vermittelſt eines eben ſo ſeichten Intriguengewebes als einer ſchwungloſen, niedrigen und faden Sprache vor dem Zuſchauer entfaltend—“ ſie hörte auf, ſprach überlegend die Worte nach:„Der Gedanken⸗ gang gewiſſer Zeitſtrömungen ohne Tiefe,“— dann ſagte ſie: „es iſt klarer baarer Unſinn,“ blätterte weiter vor und zurück, las hier und da eine Phraſe, machte das Buch zu, ſchob es weg und ſagte friedfertig:„Das iſt einfach ein Pasquill.“
„Ein Pasquill pflegt ſonſt ſchlanker im Durchmeſſer zu ſein,“ meinte Grunow.—„Nun ſo iſt es ein Mal ein Pasquill, welches dicker iſt,“ verſetzte Cäcilie.


