15 dern vor, weil ſie dort Auftritte, die ihre Schwermuth naͤhren konnten, vorgeſtellt ſah. Gegen das Ende des Karnevalls bot man uns Billets zu einem ſehr ſchoͤnen Feſt an, das bei einem fremden Geſandten gegeben wer⸗ den ſollte. Es wurde oͤfters aufgeſchoben— warum verhinderte es das Schikſal nicht voͤl⸗ lig?— Endlich ſezte man den zwoͤlften April dazu an. Meine Schweſter und ich fanden uns fruͤh morgens ein; denn der ganze Tag ſollte den angenehmiſten Zeitvertreiben gewidmet ſeyn. Wirklich brachten wir auch die Haͤlfte des Tags unter den mannichfalti⸗ gen Vergnuͤgungen die ſich darboten„ auf die ergoͤzendſte Weiſe zu, und ich genoß voll Hei⸗ terkeit, ohne daß es mir einen Augenblik in den Sinn kam, wie oft ſolchen frohen Stun⸗ den Leiden nachfolgt.
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Marie von Sinclair / Aus d. Franz. übers. von L. F. Huber
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