173
war Anthon Dooling, und der ermordete Tony Doo⸗ ling war Dein Vater, und die ermordete Cauth Dooling, war Deine eigne Mutter. Ich bin alt, und ich bin welk, und ich bin eine Suͤnderin,“ ſie warf den Capouchon des Mantels von ihrem Kopf zuruͤck, und ſtrich die weißen Haare weg, die auf ihr runzlichtes Geſicht fielen, und ein Funke von Scharf⸗ ſinn, der im Alter ungewoͤhnlich iſt, erleuchtete ihre Augen,—„aber ich war einſt jung und bluͤhend, und gluͤcklich; ja, Dora Shea war einſt das Entzuͤcken mancher Augen, und die Pein mancher Herzen, bis ſie das frohe vaͤterliche Dach verließ, und mit einem Bettler die Welt durchzog, und dann veraͤnderten mich Leiden und Suͤnden bald ſo ſehr, daß mich mein Va⸗ ker mit heftigen Streichen von ſeiner Thuͤr jagte, als ich um Almoſen bat, denn er kannte ſeine eigne Toch⸗ ter nicht.“
„Als dies Geſchoͤpf zuerſt das Licht ſah,“ fuhr ſie fort, und wandte ſich gegen Crohoore,„da kam ich gerade als eine Bettlerin zu ſeines Vaters Haus. Mein eignes Kind ſtarb in meinen Armen, unter Tony Doolings Dach. Ich nahm dieſen aus der Wiege, und legte mein eignes, kaltes, ſteifes Kind an ſeine Stelle. Der Vater dachte, ſein Sohn waͤre todt, und Cauth Dooling vergoß muüͤtterliche Thraͤnen uͤber ihn. Nach einiger Zeit veraͤnderte ich meine Lebensweiſe; mein Mann, Garodhe Donohoe, der Bocchoch, ſie⸗ delte ſich zwiſchen den Huͤgeln an, wo er nahe bei der Thuͤr der Huͤtte einen Weg in einen alten Schlupf⸗


