Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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194 ſind, ſich gewiſſe Dinge vorzuſtellen, als wir es ſind, ſie zu beſchreiben. Wenn wir es ſchwer finden, die mancherlei Gemuͤthsveraͤnderungen unter mancherlei ganz beſonderen Umſtaͤnden auszufinden und hinlaͤnglich zu verſtehn, um ſie deutlich mittheilen zu koͤnnen, dann bemuͤhen wir uns, die Nachſicht des Leſers ſchlauer Weiſe zu erhalten, indem wir ihm das Kompliment machen, daß ſeine Geiſteskraft der unſrigen uͤberlegen iſt. Wohlan denn, Leſer: es wird dir leichter ſeyn, dir Pierce Sheas Gefuͤhle und Gedanken in ſeiner neuen, ſchrecklichen Lage vorzuſtellen, als wir ſie zu beſchreiben vermoͤgen. Der Anbruch des naͤchſten Mor⸗ gens brachte Gewiſſensbiſſe mit ſich, und bittre Reue. Ein geuͤbter Verbrecher iſt in einer beſtaͤndigen, furcht⸗ ſamen Erwartung der Strafe, welche fuͤr die Uebertre⸗ ter der Geſetze beſtimmt iſt, und wenn ſeine Laufbahn ſich endlich ihrem Ende nahet, iſt er gewiſſermaßen auf das Schickſal vorbereitet, das er fuͤrchtete, und doch nicht zu vermeiden ſuchte. Aber dies war nicht Pier⸗ cens Fall; ſein Leben war bisher ruhig und ohne Laſter hingefloſſen, und ſein Antheil an den Handlun⸗ gen, die ihn jetzt zu einem ſchrecklichen und verdienten Tode brachten, war vielmehr die Wirkung eines un⸗ gluͤcklichen Verhaͤngniſſes, als einer freien Wahl. Ein alles uͤberwiegender Bewegungsgrund, der nichts mit den Zwecken der weißen Jungen zu thun hatte, geſellte ihn zu ihnen, und verwickelte ihn in ihr Unternehmen, unndd es war die reine Wahrheit, die er gegen Doran aͤußerte, daß er ein unwilliger Zuſchauer bei den Grau⸗