Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1473

ſolchen auch nicht mit voͤlliger Gleichguͤltigkeit ertrug, ſo wurden ſeine Leidenſchaften uͤbrigens doch nicht da⸗ durch aufgeregt, und ſeine Vernunft blieb daher ver⸗ haͤltnißmaͤßig frei vom Einfluß vorgefaßter Meinungen. Pierce war ein gehorſamer Sohn, ſowohl aus Grundſatz, als aus Neigung. Sein Vater war ge⸗ gen ſein einziges Kind gut und liebevoll, und unab⸗ haͤngig von der Anhaͤnglichkeit, welche dadurch in einem warmen, großmuͤthigen Herzen erweckt werden mußte, hegte er auch die hoͤchſte Meinung von den guten Ein⸗ ſichten ſeines Vaters; es war daher peinlich fuͤr ihn, zu denken, daß er ſich in ein Buͤndniß eingelaſſen, gegen welches die vaͤterliche Stimme ihn ſo oft ge⸗ warnt hatte. Dieſer Gedanke vermehrte ſein uͤbriges Elend, und als er ſich die naͤchſte Nacht wie ein Ver⸗ brecher aus dem vaͤterlichen Hauſe weg ſtahl, um bei einem geſetzwidrigen Ausfall gegenwaͤrtig zu ſeyn, ſtuͤrmte ein gewiſſes Vorgefuͤhl ſchwerer kommender Uebel auf ihn ein, die ſein bedraͤngtes Herz zittern machten. Aber er hatte feierlich geſchworen, ſeinem Haupt⸗ mann in allen Stuͤcken zu gehorchen, und Pierce ſchauderte bei dem Gedanken, zuruͤck zu treten, weil er dies als einen Meineid betrachtete und verabſcheuete. Auch wuͤrde ſein Muth und ſeine Feſtigkeit bezweifelt werden; und dann kam das ſtaͤrkſte und verfuͤhre⸗ riſchſte Argument: ſein Verhalten in dieſer Nacht ſollte dazu beitragen, ſeine Geliebte zu entdecken und zu er⸗ loͤſen, und den Moͤrder ihrer Eltern zur verdienten Strafe zu bringen. Ob recht oder unrecht, es war