Teil eines Werkes 
2 (1818)
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bei mir; ich will dich pflegen, dann kannſt dur Morgenfrüh geſtärkt, deinen Weg fortſetzen.“ Der Mann weigerte ſich anfangs ſeiner Bitte zu will⸗

fahren, da aber Abraham ſeine Bitte freundlich wiederholte, ſo ging er mit ihm in ſeine Hütte.

Als derſelbe ſeine Füße wuſch, bereitete indeſſen Abraham ein Nachteſſen von Milch, Brod, But⸗

ter, Datteln und Feigen. Als ſie zuſammen eſſen

wollten, wuſch Abraham zuvor ſeine Hände und betete zu Gott. Der Fremdling, der ein Götzen⸗ diener war, that dieſes nicht, ſondern ſetzte ſich an den Tiſch und wollte von den zubereiteten Speiſen eſſen.

Da Abraham dieſes ſah, ſprach er zu ihm: „warum wäſcheſt du nicht zuvor deine Hände, und beteſt nicht zu dem höchſten Gett, dem Schöpfer Himmels und der Erden?“ Und der Mann antwor⸗ tete und ſprach:„ich bete deinen Gott nicht an, und rufe auch ſeinen Namen nicht an; denn ich habe mir ſelbſt einen Gott gemacht, der immerdar

in meinem Hauſe wohnt, und mir gibt, was ich

bitte. Da ergrimmte Abraham, ward zor⸗ nig, nahm den Mann beiom Arm' und ſtieß ihn in die Finſternitz ß hinaus. Da ließ ſich Gottes Stimme hören, die rief:„Abraham! Abra⸗

35 ham! wo iſt der Fremdling?“—„Herr“ ſagte

im Eier Abraham,„er wollte dich nicht anbe⸗ ten.