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ein mit Kraft, Verſtand und Ausdauer begabter Menſch ſeyn. Die Menſchen würden im Einzelnen wie im Allgemeinen nicht ſo verſchroben, verhunzt und verderbt ſeyn; es gäbe dann nicht mehr ſo
viele Schwächlinge und junge Greiſe.
*) Es iſt ein Mißbrauch Kinder ſchon im 14 oder 15 Jahr zum oͤffentlichen Chriſtenthume einzuweihen; in ſolchen Jahren haben ſie noch nicht den hinlaͤng⸗ lichen Verſtand, ſich wahre Begriffe von der Reli⸗ gion und von der Heiligkeit Gottes zu machen. Treibt man ſie auch gleich ganze Buͤcher von Spruͤchen und Verſen auswendig zu lernen, ſo gibt ihnen dieſes im Gegentheil eine Abneigung ge⸗ gen die ſo treffliche chriſtliche Religion. Ihr kindi⸗ ſcher Verſtand und ihre Flatterhaftigkeit empfindet noch zu wenig das Troſtreiche und Herzerhebende der Religion. G
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Beobachtung des Schicklichen, Nachahmung deſſen was am meiſten wohlgefällt, Entwicklung derjenigen Eigenſchaften und Empfindungen, welche den meiſten Menſchen wohlthut,*) als Hochachtung, Beſcheidenheit, Wohlwollen, Uneigennützigkeit,
und vor allen Dingen, die Bereitwilligkeit, mehr
zu geben, als man von uns fordert, dadurch können wir uns im Allgemeinen ſowohl als bei Ein⸗ zelnen Zuneigung und Achtung erwerben.
*) Es iſt nicht gleichviel ob ich meine Freunde, meine Nachbarn, mein Geſinde kenne, oder mich in ih⸗ rem Karakter irre; es iſt aber nichts daran gelegen, ob ich Bonaparten fuͤr einen großen Helden pder fuͤr einen unſinnigen Stoͤhrer der Ruhe der Welt
mit


