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Stimmen des Lebens : drei Erzählungen / von Georg Döring
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Ahnung Mariens bewog das Brautpaar, ſeinen

Sitz in der feſtlichen Kutſche zu verlaſſen. Auf

der Stelle, wo damals das Unglück ſo unerwar⸗ tet hereingebrochen, verfinſterte eine Wolke das heitere Antlitz des Bräutigams und bei dem Ge⸗ danken an Joſeph konnte er ſich des Ausrufs nicht erwehren:

« Der Unmenſch! Er hat den Lohn ſeines Verbrechens gefunden.»

Da ergriff Marie zaͤrtlich ſeine Hand und ſagte mit ſanfter Stimme:

Verzeihe ihm, mein Auguſt, er wußte

nicht was er that.y—

Seitdem gilt der Baurath Wi lling und ſeine junge Frau für das glücklichſte Paar im Lande und Meiſter Kurt ſieht bereits die ſchöne Hoffnung, einen Enkel auf ſeinen Knieen zu ſchaukeln, erfüllt.

Joſephs Leichnam war gleich am Tage nach jener Schreckensbegebenheit gefunden worden. Still und zur abendlichen Zeit beſtattete man ihn auf dem Gottesacker des Städtchens. Nur ein Freund gelei⸗ tete ihn dahin: Anſelmus, der finſtere Mönch.

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