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habe ich mich ſeit geſtern ſo ſehr veraͤndert, daß mich meine eigene Braut nicht mehr kennt? Wenn ich es recht uͤberdenke,“ fuhr er fort und hob ſich zugleich von ſeinem Sitze empor, „ſo kam mir doch im Ganzen dieſes Maͤd⸗ chen auch anders vor: juͤnger, zarter und ſchlanker, als meine Marie. Wie?— Wenn ſie es nicht geweſen waͤre, wenn ich in einem Irrthume— Fort! Es haͤngt ja nur von mir ab, dieſen Zweifel zu loͤſen.“
Nach dieſen Worten ſchritt er dem Dorfe zu, in welchem der Hochzeitsreigen verſchwun⸗ den war. Je naͤher er kam, deſto mehr ſtieg ſeine Verwunderung. Das Dorf ſchien ſeit wenigen Tagen an Umfang und Anſehn auf eine unerklaͤrliche Weiſe zugenommen zu haben. Stattliche Haͤuſer, von freundlichen Gaͤrten umgeben, ſtiegen empor, wo noch in der ver⸗ gangnen Woche ein wuͤſtes Trinnmerſeld gelegen hatte.
„Das iſt ein wunderbarer Traum im Wachen!“ ſagte der Wanderer bei ſich.„Am


