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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
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an dem Platze des Brautfuͤhrers. Allen Um⸗ ſtehenden fiel dies auf; Aenneli und Seppi aber gewahrten bei ihrem innern Jammer nichts davon. Seppi glaubte ſogar in ſeiner Zer⸗ ſtreuung bemerkt zu haben, ihm ſey dieſe Stelle von dem alten Meier ſelbſt angewieſen wor⸗ den. Auch dem Geiſtlichen ſchien dieſer Um⸗ ſtand durchaus gleichguͤltig. Er begann die heilige Ceremonie und brachte bald einige der unruhigern Drauungszeugen, welche uͤber jene Mißſtellung die Koͤpfe fluͤſternd zuſammenſteck⸗ ten, durch ſeine unwilligen Blicke zum Schwei⸗ gen. Seppi hoͤrte in einem dumpfen Hin⸗ bruͤten die Rede des Geiſtlichen an; Aenneli in ſtiller Ergebung.

Als nun aber aus dem Munde des ehr⸗ wuͤrdigen Pfarrers die Trauungsformel ſelbſt erklang und nicht Swendi, ſondern Seppi mit Tauf⸗ und Geſchlechtsnamen aufgerufen und befragt wurde: ob er der Aenneli als treuer und redlicher Gatte angehoͤren wolle fuͤr die Dauer ſeines Lebens; als der Geiſt⸗