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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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ſehen und Abſchied von ihr zu nehmen, ehe

er ſie auf ewig verlieren ſollte, war in den Augen des Juͤnglings rein und ſtraflos. Seinen treuen Pflock aber hatte das Schickſal zur Vereitlung dieſer Abſicht erſehen. Als naͤmlich die beiden ſtummen Reiſe⸗ ſenoſſen, neben dem in die wuͤthende Reuß ilenden Mayenbach, hinaustraten in die veite, vom Mondeslicht durchfloſſene Gott⸗ hardsſchlucht und nun das Dorf Waſen 4 mit ſeiner hochgelegenen Kirche und ſeinen weißen Haͤuſern ihnen freundlich entgegen leuch⸗ teete, entfernte ſich Pflock ganz in der Stille von ſeinem Herrn und lief, ſeiner alten Ge⸗ wohnheit nach, voraus in das Haus des Meiers, um dort Seppi's Ankunft zu melden. Die erſte, welche grad dem wohl⸗ bekannten Thiere begegnete, war Aenneli. Wo Pflock war, konnte Seppi nicht weit ſeyn! Aenneli machte ſich ſchnell von Pflocks zudringlichen Freudenbezeigungen los und flog den Pfad durchs Dorf hinab, den