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Alpenblumen : drei schweizerische Erzählungen / von Georg Döring
Entstehung
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ihr der Sohn dieſe Hoffnungen mittheilte. Sie ſah ihn ſchon im Geiſte als den ſtattlichen Eidam des Meiers und ſich mancher im Alter ſchwer empfundenen Entbehrung uͤberhoben.

Da kam eines Dages bleich und verſtoͤrt der Sohn von Waſen heruͤber. Er trug ſein weniges Gepaͤck in einem Buͤndel und warf dieſen beim Eintritt in die Stube heftig auf den Boden. Die Mutter ſah ihn erſchrocken an.Alles iſt aus! ſprach Seppi.⸗Aenneli muß den reichen Swendi aus Meyringen heirathen. Heute iſt Verlobung. Das arme Maͤdchen wankt wie ein Schatten umher. 3ch konnte das Elend nicht laͤnger ertragen, ſagt e dem hartherzigen Meier auf und bin nun der bei euch, um des Baters Handthierung fortt: zuſetzen. Ueber's Jahr iſt die Hochzeit. Wer weiß, ob nicht bis dahin eine kuͤhne Gemſe 3 mich im Sprunge ergreift und mit ſich hinab⸗ ſtuͤrzt in eine wilde Felſenkluft.

Die fromme Mutter verwies dem erbitter: ten Sohne dieſe gottloſe Rede und empfahl