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Gemsjaͤger, ſtarb, ging Seppi, der Sohn, bei einem reichen Meier zu Waſen am Gotthard in Dienſt. Alles was er hier erſparen konnte, trug Seppi, wenn er von ſeinem Herrn zu einem Beſuche in die Heimath
Erlaubniß erhielt, der kraͤnklichen Mutter zu.
Freilich war der Weg uͤber den hohen Suſten⸗ berg hoͤchſt beſchwerlich und drohte einen großen Theil des Jahres uͤber mit Gefahren mancher Art; was aber uͤberwindet nicht wahre Kindes⸗ liebe und durch welche Fahrniſſe konnte ein Juͤngling wie Seppi, der ſchon als Knab den Vater oft auf die Gemsjagd beglelre⸗ in Schrecken geſetzt werden? 4
Lange Zeit hindurch hatte der Sohn i immer ein heiteres Geſicht mit heimgebracht. Er mußte der ſorglichen Mutter dann erzaͤhlen von dem Leben und Treiben in Waſen. Die vielbe⸗ ſuchte Gotthardsſtraße, welche dieſen Ort beruͤhrt,
brachte einen lebendigeren Verkehr dorthin, als 34 man in dem einſam gelegenen Doͤrflein Im⸗
grund hatte. Manches fuͤr die ſtill lebende


