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ſeltſame Weiſe, wie unſere muſikaliſche Unterhaltung geendet hatte, gar nicht in ſeiner Verzückung zu ſtören ſchien. Er blickte fortwährend empor, ſeine Augen ſtanden voll Thränen, auf ſeinen eingefallenen Wangen brannte ein glühendes Roth. Er lauſchte noch einige Zeit aufmerkſam, als dauere der Ge⸗ ſang fort, und dennoch war nur ein leiſes Wim⸗ mern aus dem Nebengemache zu hören. Dann lehnte er ſich in ſeine Kiſſen zurück und ſagte, nach einem langanhaltenden, krampfhaften Huſten, ſchwach und heiſer:
„Die Nachtigallen ſind alle miteinander geſtor⸗ ben, Herr Baron, als ſie zum erſtenmale dieſen Geſang gehört. Was wollten ſie auch vorbringen, das nun noch Jemand gefallen möchte? Habe ich nicht ſelbſt Orgel und Geige in die Ecke gelegt, da ich mit ihm bekannt wurde, und erſt nach acht Tagen wieder gewagt, mich an meinen alten, be⸗ kannten Liedern zu ergötzen? Ich ſage Ihnen, Herr Baron—“
„Sagen Sie mir nur,“ fiel ich ungeduldig ein, „wie kommt dieſe ganz vortreffliche Sängerin hier⸗ her? Wie geht es zu, daß ſie in einer ſo kunſtlie⸗ benden Stadt, wie dieſe, unbekannt bleiben konnte? Welche ſeltſame Bewandtniß hat es mit ihr und


