Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1852)
Entstehung
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in vierzehn Tagen laſſe ſich nicht alles zwängen. Wie man öppe durch die Gaſſen gehe, ohne an alle Fenſter hinauf zu gaffen, wie man öppe auf eine anſtändige Weiſe die Jüppe halte, wenn man durch den Pflotſch gehen müſſe, und wie man öppe in der Kirche das Schnupftuch halten ſolle, damit alle vier Zopfen ſchön gleich herabhangen; das hätte Liſeli zwar bald begriffen. Aber ein Pariſöli habe es auch beim heißeſten Sonnenſchein partu nicht tragen wollen. Die andern Töchter hätten ſich allemal faſt geſchämt mit ihm zu gehen. Denn in der Stadt trage Alles Pariſöli, was auch nur halb⸗ wegs etwas Rechtes ſei, von wegen dem Teint.Daß es gut recht daran gethan, lachte Joggi. Bei Bauerntöchtern hat es ſich weder zu dengelen noch zu pariſölen, die müſſen ſchon den Sonnenſchein erleiden können im Heuet und in der Erndt. Das werde doch ſein Ernſt nicht ſein, entſetzte ſich Frau Lämmli, das Meitſchi mit Knechten und Mägden auf's Feld ſchicken zu wollen? Es ſolle lieber noch ein Paar Wochen zu ihr in die Stadt kommen; ſie wolle ihm dann einen Studenten für das Franzöſiſche und einen Studenten für das Klavier⸗ ſpielen halten. Hierauf gab jedoch der Bauer den trockenen Schlußbeſcheid:Liſeli ſolle lernen gut zu den Säuen lugen; das trage mehr ab und ſchicke ſich auch beſſer für Karlidürſen Joggi's Tochter. Bekomme ſie einmal einen Mann, wie er ihr einen wünſche, ſo werde der ihr mehr darauf halten, als auf dem Wälſchparlen und dem Klavierlen.

war ein Glück zu nennen, daß der Tiſch nicht im Boden feſtgerammt war, ſonſt hätte man den Zimmermann holen müſſen; denn Lungi ſchenkte der Baſe ſo fleißig ein und nöthigte ſie mit ſo wirkſamer Beredſamkeit zum Eſſen und Trinken, und der Grasanken, das friſche Roggenbrod, der fette Emmenthalerkäſe und der Wabenhonig waren ſo appetitlich, daß Frau Lämmli's von Natur ſchon ziemlich anſehnliche Poſtur augenſcheinlich dicker und dicker und der Platz zwiſchen Tiſch und Wand enger und enger wurden.Etwas Luft würde ihr