Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1852)
Entstehung
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das gibt noch eine viel hübſchere als ich. Und wirklich hätte vielleicht der Eine oder Andere dem Liſeli noch den Vorzug vor der Baſe Lämmli gegeben. Es wog zwar noch lange keine zwei Centner, ſondern kaum viel mehr als einen. Auch war keine Wagenwinde nöthig, es zu Baſe Lämmli's Rumpelkaſten herauszuheben, ſondern es hüpfte ſo leichtfüßig herunter, als ein Eichhörnchen von einem Haſelnußſtrauch. Darum aber war es nicht deſtominder appetitlich anzuſchauen in ſeinem korn⸗ blumenblauen faltigen Jüpplein, in dem gleichfarbigen engan⸗ liegenden Tſchoppen, dem ſchwarzen Vorſtecker von ſchwerer Seide, eingefaßt von zwei Reihen blanker ſilberner Haften, und in dem netten Häubchen mit den flatternden himmelblauen Bändern. Obſchon Baſe Lämmli dem perſönlichen Geſchmack des Sommerhaldenbauers vielleicht beſſer zuſagte, ſo warf er nichtsdeſtoweniger einen Blick auf ſeinMeitſchi, der deut⸗ lich ausſprach, er finde ſelber, er brauche ſich deſſen nicht zu ſchämen.

Draußen war es nicht zu warm und nicht zu kalt und es wehte ein ebenrechtes laues Lüftchen, und die Apfel⸗ und Birnbäume an der Sommerhalde waren im ſchönſten Bluſt, und die Vögel ſangen, daß es eine helle Freude war. Deß⸗ ungeachtet nöthigte Karlidürſen Joggi die Baſe in die Stube hinein. Dem Bauer fehlt es nicht an Gelegenheit, draußen an der Luft zu ſein und auf das Pfeifen der Vögel zu horchen und zu ſchauen, wie das Bluſt ab den Bäumen ſchneit, wenn er von früh bis ſpät mäht, oder hackt, oder zu Acker treibt. Auch verſteht er ſich nicht beſonders auf das, was man in der Stadt die ſchöne Natur heißt. Deßhalb geht er, wenn er ſich's will wohl ſein laſſen, lieber in die Stube hinein; und hat er einen Gaſt, dem er Ehre anthun will, ſo darf ſich der⸗ ſelbe nicht etwa draußen unter einem Schattenbaum in's Gras ausſtrecken, ſondern muß gleichfalls in die Stube auf die ſchmale hölzerne Bank zwiſchen Tiſch und Wand. Zudem ſind auf den rechten Bauerhöfen die Schattenbäume nicht da, daß