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Karlidürſen Joggi's Liſeli*).
Siehſt du dort den blauen Leberberg? Siehſt du die ſteilen waldbekrönten Felſen, vergoldet vom Widerſchein der Abendſonne? Steil und zackigt erheben ſich ihre wild zerklüf⸗ teten Gipfel, aber an ihrem Fuße ſiehſt du Felder und Matten in ſanfter Abdachung gegen Mittag ſich neigen. Dort ſteht ein ſtattliches Bauernhaus unter dem Schirm eines weit her⸗ vorragenden Strohdaches und umgeben von einer zahlreichen Leibwache von Birn⸗, Apfel⸗ und Nußbäumen. Der Eigen⸗ thümer dieſes Hauſes heißt Karlidürſen Joggi und iſt unter dem Namen des Bauers an der Sommerhalde in der Gegend wohl bekannt. Nicht jedermann weiß, was es heißt, ein Bauer ſein. Ein Bauer iſt nicht etwa jeder, der mit einer Miſtgabel herumſtolpert oder mit einem Dreſchflegel dreinſchlägt, nicht jeder, der ein Paar Ziegen an den Hecken weidet oder etwa ein Kühlein von Brienz,⸗welches ſich ungefähr ſo zu einer ächten Freiburgerin oder Erlenbacherin verhält, wie ein halb⸗ verhungertes Bettlerſchlämpli zu einer Staatsdame, die drei geſtärkte Unterröcke umgebunden hat. Nein! Was ein Bauer heißen will, hat ſeine vier Pferde und ſeine acht bis zwölf Milchkühe im Stall und bringt Jahr für Jahr ſeine vier⸗ tauſend Garben unter Dach. Was ein Bauer heißt, ſchaut
*) Karli iſt des Urgroßvaters, Dürs des Großvaters, Joggi des Vaters Name.
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