Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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wir uns das auf, bis ich meinen Richtern gegenüberſtehen werde.

Gott helfe mir! rief die alte Frau erſchrocken, wenn ich ſo etwas durch meine Eröffnungen zu Wege gebracht, ah, das kann Ihr Ernſt nicht ſein denken Sie an Ihre Stellung in der Welt, denken Sie an Ihre Tochter.

Mein Kind! mein einziges Kind! meine Anna! ſtieß er in wilder, verzweiflungsvoller Bewegung hervor, und zum erſten Male während der ganzen Un⸗ terredung wich die kalte Ruhe aus ſeinem Geſichte, und Thränen glänzten in ſeinem Augemeine Anna, mein Kind! Laſſen Sie mich zu ihr ſie wird mich begleiten, wenn ich dahinten laſſe Glück und Reichthum, ſie wird ſich ihres Vaters nicht ſchämen, ſelbſt wenn ſie Alles weiß, ſie wird Worte der Liebe, des Troſtes für mich haben.

Er ſank auf den Stuhl nieder und verbarg ſein Ge⸗ ſicht in beide Hände.

Die alte Frau näherte ſich ihm, und als ſie ihre warme Hand auf ſeine kalten Finger legte, ließ er ſeine Arme langſam herabſinken und blickte ſie an.

Es lag eine Hoheit, eine Würde und zu gleicher Zeit eine ſo wohlthuende Ruhe auf ihrem edlen Geſichte, in ihren hellen, ſchönen Augen, daß Herr von Martini, als