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„Ah,“ ſagte der Bankier, näher tretend, wobei ein leichtes Lächeln über ſeine Züge flog,„hier ſcheint man in wichtige Berathungen vertieft, worin ich übrigens in keiner Weiſe ſtören will, nur muß ich Frau Fichtner für meine Geſchäfte einen Augenblick in Anſpruch nehmen.— Madame Reveillot,“ wandte er ſich an dieſe,„ich freue mich immer, wenn ich Sie in ſo guter Geſundheit ſehe, und was Ihren Enkel anbelangt, ſo kann ich von ihm in jeder Hinſicht nur das Beſte ſagen.“
„Dafür danke ich Gott und Ihnen,“ erwiederte die alte Frau mit leuchtenden Augen, wobei ſie ihre Hände vor der Bruſt zuſammenfaltete und dazu eine anmuthige Verbeugung machte.
„Gewiß, Madame Reveillot, es iſt ſo wie ich Ihnen ſage und würde ich Ihnen im anderen Falle die Wahr⸗ heit eben ſo wenig verſchweigen.“
Nach dieſen Worten entfernte er ſich mit der Haus⸗ hälterin, und als er an ſeiner Tochter vorüberſchritt, nickte er ihr freundlich zu und fuhr mit der Hand leicht über ihr dichtes lockiges Haar.
Anna von Martini blickte ihm nach, dann ſagte ſie zu der alten Frau,„wenn Papa ſich ſo ausſpricht, da kann der, den es angeht, zufrieden ſein, und was Herrn Anatole betrifft, ſo ſpricht er, wenn er ſeinen Namen nennt, ſich beſtändig günſtig über ihn aus.“


