Teil eines Werkes 
7./8. Th. (1844)
Entstehung
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geſandt, um Sie zu ermorden. Wollen Sie ſich vertheidigen? Hier ſind zwei Dolche. Sie hat mir geſagt, Sie wären eine Memme und wiürden ſich nicht als Mann vertheidigen. Werden Sie es thun? Ja oder nein? Antworten Sie, oder ich ſtoße Sie nieder.

Lieber Freund, entgegnete er,ich kann mich wegen der Miß Anna nicht ſchlagen. Ich habe mich ſo ſchwer gegen ſie ver⸗ gangen, daß, wenn ſie einen Bruder gehabt hätte und er wäre zu mir gekommen, ich mich lieber würde haben umbringen laſſen, als daß ich ein neues Verbrechen gegen ſie und die Ihrigen begangen..

Dieſen Gründen fügte er noch tauſend feige Bitten hinzu, unter die ſich noch feigere Thränen miſchten, endlich bot er ſich auf ſo jämmerliche Weiſe dem Stoße Beauchamp's dar, daß dieſer den Arm gegen einen ſolchen Gegner nicht erheben konnte. Dieſe Art der Vertheidigung hatte er nicht vorhergeſehen und ſein Muth verließ ihn vor dieſer Schwäche, wie er einen Andern vor Uner⸗ ſchrockenheit verlaſſen haben würde. Er entließ alſo Sharp auf ſchimpfliche Weiſe, indem er ihm jedoch erklärte, die Feigheit würde für ihn keineswegs immer ein ſicherer Schild ſein, er werde viel⸗ mehr früher oder ſpäter doch ermordet werden.

Von Allem, was Sharp in ſeiner Angſt vorgebracht hatte, um ſich zu retten, hatte nur etwas auf Beauchamp Eindruck gemacht.

Sie haben kein Recht, die Vertheidigung der Miß Anna zu übernehmen, hatte der Oberſt zu ihm geſagt,weil Sie weder ihr Verwandter, noch ihr Mann ſind... Soll ich glauben, daß Sie ihr Geliebter ſind?..

Beauchamp fand, daß in dieſen Worten allerdings Wahrheit lag. Er geſtand es der Anna Cook und ſie willigte ein, ihn zu heirathen, damit, wenn er ihr Mann ſei, er auch das Recht er⸗ halte, ihr rechtmäßiger Rächer zu ſein. Die Unbeugſame ging jedoch nur mit Widerſtreben von ihren erſten Vorſätzen ab, und ehe ihre Ehe vollzogen wurde, faßte ſie den Entſchluß, mit eigener Hand