Teil eines Werkes 
5./6. Th. (1844)
Entstehung
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Muße und Gelegenheit. Vorzüglich ſtudirte ich damals Mathe⸗ matik; was ich erlernte, weiß ich nicht, das aber iſt gewiß, daß mein Fleiß anhaltend und unermüdlich war. Ich fand da in meines Vaters Bibliothek, welche Bücher aus allen Zweigen der Wiſſen⸗ ſchaft enthielt, Kerſey's Algebra, Leybourn's mathematiſchen Cur⸗ ſus, Ward's Leitfaden der Mathematik, Harris' Algebra und noch viele andere; da ich mich aber mit den genannten Werken am meiſten beſchäftigte, ſind ſie auch meinem Geiſte am beſten gegen⸗ wärtig. Ich konnte damals quadratiſche Gleichungen löſen. Nach⸗ dem wir Newby verlaſſen hatten, ſetzte ich dieſelben Studien in Bondgate fort, wiederholte alle, und ich glaube nicht ohne Erfolg. In meinem ſechszehnten Jahre wurde ich nach London geſen⸗ det und kam nach vorgängiger Prüfung als Buchhalter in das Comptoir Chriſtopher Blackett's. Hier bekam ich nach zwei Jahren die Pocken, welche mich übel zurichteten. Ich kehrte heim, und da ich nun mehr Zeit und auch mehr Bücher hatte, erneuerte ich nicht nur meine mathematiſchen Studien, ſondern wendete mich zu andern mit vielem Fleiße, ja mit Gier. Die Reize der Poeſie, Geſchichte und Alterthumskunde machten mich blind gegen die Schönheiten der Zahlen, deren Anwendung und Eigenſchaften mich nicht kümmerten, außer gelegentlich, wenn ich lehrte.

Ich übte zum erſten Male dieſes Amt in meinem heimiſchen Netherdale, wohin ich an eine Schule berufen wurde, und wo ich mich auch zu meinem Unglück vermählte. Das ſchlechte Benehmen der Frau, die ich dort heirathete, hat mir dieſen Proceß, dieſes

Gefängniß, dieſe Schande, dieſes Todesurtheil zugezogen.

Während der Zeit meines daſigen Aufenthaltes fühlte ich immer mehr die Mängel meiner Bildung und meine Unkenntniß der ge⸗ lehrten Sprachen, und von einer unbezwinglichen Wißbegier ge⸗ trieben, machte ich mich emſig an das Studium derſelben; nament⸗ lich wählte ich in der Grammatik Lilly zum Führer, welchen ich

auswendig lernte. Ihn jeden Tag zu wiederholen, war unmöglich,