Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1842)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

N E

Q N 8

461

abgewogen und war dabei zu dem entſchiedenen Schluß gekommen, daß der alte Herr zu einem weit beſſern Kundenſchlag gehöre, als der junge. Legte er dazu noch ſeinen Grundherrn in die Schaale, die ohnehin unter dieſer Erwägung ſchwer genug zog, und fügte er dieſem Gewichte noch ſeinen eigenen lebhaften Wunſch, dem unglücklichen Joe in den Weg zu treten, und ſeine grundſatzmäßige Abneigung gegen alle Arten von Liebeshändel und Heirathsangelegen⸗ heiten bei, ſo mußte ſich dieſe Schaale natürlich ſtraks zu Boden neigen und die leichte Sache des jüngeren Herrn bis an die Decke hinauf ſchleudern. Herr Cheſter war nicht der Mann, dem Willet's Beweg⸗ gründe entgehen konnten; demungeachtet dankte er ihm aber ſo gnädig, als wäre derſelbe der uneigen⸗ nützigſte Märtyrer geweſen, der je auf Erden glänzte. Dann beſtellte er ſich ein Mittageſſen, hinſichtlich deſſen er ſich mit vielen Komplimenten ganz auf den hohen Geſchmack und das Urtheil ſei⸗ nes Wirthes verließ, der wohl wiſſen müſſe, was ſich für die Gelegenheit paſſe, und lenkte ſeine Schritte dem Kaninchenhag zu.

In einem ungewöhnlich eleganten Anzuge, mit einer Grazie, die ihm, obgleich ſie das Reſultat eines langen Studiums war, doch ſehr leicht und gut ließ, ſeinen Zügen den heiterſten und gewinnendſten Aus⸗ druck verleihend— kurz, mit jener pünktlichen Auf⸗ merkſamkeit auf ſich ſelbſt, welche bekundete, daß er kein kleines Gewicht auf den Eindruck legte, den er