einen Menſchen, der gewiſſermaßen umgewandelt ſey, und daher Vergebung verdiene. Nie aber vergaß oder verzieh er ihm den Umſtand mit dem Shilling, da er der Anſicht war, er hätte genug gethan, wenn er wiedergekommen wäre, um einen andern zu ver⸗ dienen; aber kommen, um eine frühere Gabe abzu⸗ arbeiten— das war ein Flecken auf ſeinem mora⸗ liſchen Charakter, den keine Reue oder Zerknirſchung je abzuwaſchen vermochte.
Herr Swiveller, der immer eine gewiſſe Vor⸗ liebe für philoſophiſche Meditationen gehabt hatte, wurde zuweilen in ſeiner Rauchlaube ungemein beſchaulich und pflegte in ſolchen Perioden die geheimnißvolle Frage über Sophronia'’s Abkunft geiſtig zu debattireu. Sophronia hielt ſich für eine Waiſe, aber Herr Swiveller, der verſchiedene kleine Umſtände zuſammenſtellte, meinte oft, Miß Braß müßte hierüber eine beſſere Auskunft ertheilen können; und da ihm ſeine Frau ihre ſonderbare Zuſammen⸗ kunft mit Quilp mitgetheilt hatte, ſo machte er ſich unterſchiedliche Bedenken, ob nicht dieſe Perſon, wenn ſie noch am Leben wäre, gleichfalls das Räthſel zu löſen vermöchte, falls ſie es für gut fände. Dieſe Spekulationen machten ihm jedoch keine Unruhe, denn Sophronia war ihm immer ein ſehr heiteres, zärtliches und fürſorgliches Weib, wie denn auch Dick ſich als ein treuer und häuslicher Gatte erwies— einen gelegentlichen Ausbruch mit Herrn Chuckſter etwa ausgenommen, wobei ſie jedoch ver⸗


