Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1842)
Entstehung
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ihn das Laub der Bäume ihren Blicken verbarg, und dann ging ſie leiſe hinaus auf den alten Kirch⸗ hof er war ſo feierlich ruhig, daß ihr jedes Rauſchen ihres Kleides auf den gefallenen Blättern, die den Weg überſtreuten und ihre Fußtritte tonlos machten, wie eine Entweichung des hehren Schwei⸗ gens vorkam. Es war ein ſehr alter, geſpenſter⸗ hafter Ort: die Kirche war vor vielen Jahrhunderten gebaut worden und hatte einmal zu einem Kloſter gehört, denn Ruinen von Spitzbogen, Ueberreſte von Vorhallenfenſtern und Bruchſtücke von ge⸗ ſchwärzten Mauern ſtanden noch, während andere Theile des alten Gebäudes, welche zerbröckelt herun⸗ tergefallen waren, ſich mit der Kirchhoferde ver⸗ miſchten und dem üppigen Graſe Nahrung boten, als forderten auch ſie ihren Begräbnißplatz und als ſuchten ſie ihren Staub mit der Aſche von Men⸗ ſchen zu vermengen. Hart neben dieſen Grabſteinen erſtorbener Jahre befanden ſich zwei einen Theil der Ruine bildende Wohnungen, die man in neueren Zeiten bewohnbar zu machen geſucht hatte; ihre Fenſter und eichenen Thüren waren jedoch einge⸗ ſunken, und die Häuſer ſelbſt, öde und leer, eilten ihrem Verfall entgegen.

Auf dieſe Wohnungen war die Aufmerkſamkeit der Kleinen ausſchließlich geheftet. Sie wußte nicht, warum? Die Kirche, die Ruinen und die alten Gräber hatten mindeſtens doch gleiche Anſprüche auf die Berückſichtigung eines Fremden, aber von dem