Tage des Pferderennens verkaufen kann. Wollt Ihr nicht auch einen? Als Geſchenk meine ich.“
Herr Codlin wollte aufſtehen, um den Strauß in Empfang zu nehmen, aber das Kind eilte auf ihn zu und gab ihm denſelben in die Hand. Er ſteckte ihn mit einer Miene, die für einen Miſanthropen recht wohl⸗ gefällig war, in ein Knopfloch, ſchielte triumphirend auf den nichtsahnenden Short hin, und murmelte als er ſich wieder niederlegte:
„Tom Codlin iſt der Freund, bei Gott!“
Mit dem Anbruch des Morgens gewannen die
Zelte eine heiterere und glänzendere Außenſeite, und
lange Reihen von Wagen rollten ſanft über den
Raſen. Menſehen, welche die ganze Nacht durch in
Kitteln und Ledergamaſchen umher gelungert hatten,
kamen in ſeidenen Weſten und Federhüten als Gauk⸗
ler oder Quackſerlber zum Vorſchein, verſahen in
prächtigen Livreen das Geſchäft der höflichen Die⸗
ner in den Spielbuden, oder traten in der Tracht ſtämmiger, wohlhabender Bauern auf, um Andere in die Hände falſcher Spieler zu liefern. Schwarz⸗ augige Zigeunermädchen mit bunten Tüchern um den Kopf eilten umher, um wahrzuſagen, und blaſſe, ausgemergelte Weiber mit ſchwindſüchtigen Geſichtern folgten den Bauchrednern und Taſchenſpielern auf dem Fuße, mit gierigen Augen die ſechs Pence zäh⸗ lend, noch ehe ſie verdeient waren. Kinder, ſo viel man deren in den Schra nken halten konnte, packte man ſammt allen ihren Merkmalen von Unreinlich⸗
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