17
denn er half im Gegentheil einem rüſtigen Dienſt⸗ mädchen den Inhalt des Keſſels in eine große Schüſſel gießen— ein Verfahren, welches die Hunde, abge⸗ härtet gegen unterſchiedliche heiße Tropfen, die auf ihre Naſen ſpritzten, mit fürchterlicher Gier beobach⸗ teten. Endlich wurde die Schüſſel auf den Tiſch ge⸗ hoben, und da die Bierkrüge bereits zuvor aufgeſtellt waren, ſo wagte es die keine Nell, ein Gebet zu ſpre⸗ chen, und das Nachteſſen begann. Als es ſo weit gekommen war, ſtanden die armen Hunde, zum Ueberraſchen geſchickt, auf ihren Hinterbeinen. Das Kind, welches Mitleid mit den Thieren hatte, wollte ihnen einige Biſſen zuwerfen, ehe ſie noch, ſo hungrig ſie auch war, ſelbſt etwas gekoſtet hatte, aber der Herr legte ſich in's Mittel.
„Nicht doch, meine Liebe, nicht doch; kein Atom von einer andern Hand als von der meinigen, wenn ich bitten darf. Dieſer Hund,“ ſagte Jerry mit einer ſchrecklichen Stimme, indem er mit der Hand auf den alten Führer der Bande deutete,„hat heute einen halben Penny verloren. Er kriegt kein Nacht⸗ eſſen.“
Das unglückliche Geſchöpf warf ſich ſogleich auf ſeine Vorderfüße nieder, wedelte mit dem Schwanze und ſah flehend zu ſeinem Gebieter auf.
„Du mußſt beſſer Acht geben, Bürſchlein,“ ſagte Jerry, kaltblütig nach dem Stuhle gehend, wo er die Drehorgel hingeſtellt hatte, und den Handgriff ein⸗ ſetzend.„Komm her. Jetzt, Bürſchlein, ſpielſt du
Boz. XII. Humphrey's Wanduhr. 2


