Teil eines Werkes 
5. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperſield. 25

Umgange mit Uriah aufgelegt fühlte, ſondern in Erinne⸗ rung an die Bitte, die Agnes mir ans Herz gelegt, daß ich ihn fragte, ob er mit mir auf mein Zimmer heim kommen und eine Taſſe Kaffee trinken wollte.

O, wirklich, Musje Kopperfield, erwiederte er, ach, bitte um Verzeihung, Herr Kopperfield, aber das Musje kommt einem ſo natürlich auf die Zunge ich möchte nicht gern ſehn, daß Sie ſich Zwang anthun,

eine ſo geringe Perſon wie mich nach Hauſe zu bitten.

Da iſt nichts von Zwang in der Geſchichte, ſagte ich,wollen Sie kommen?

O, recht ſehr gern, entgegnete Uriah mit einer Körperwindung.

Nun gut, ſo kommen Sie.

Ich konnte mir nicht helfen, ich mußte ziemlich kurz angebunden mit ihm verfahren, aber er ſchien es nicht zu merken. Wir gingen den nächſten Weg, ohne uns auf der Straße viel zu unterhalten, und Uriah war in Bezug auf jene Vogelſcheuchen⸗Handſchuh ſo demüthig, daß er, als wir an meine Wohnung kamen, noch immer im An⸗ ziehen derſelben begriffen war und in dieſem Geſchäfte keine Fortſchritte gemacht zu haben ſchien.

Ich führte ihn die dunkeln Treppen hinauf, damit er nicht irgend wo mit ſeinem Kopfe anſtieße, und fühlte in der That ſeine feuchte, kalte Hand ſo wie einen Froſch in der meinen, daß mir die Verſuchung kam, ſie fallen zu laſſen und davon zu laufen. Agnes indeß und die Geſetze der Gaſtfreundſchaft überwogen, und ich nahm ihn mit mir an meinen Heerd. Als ich meine Kerzen anzündete, verfiel er in eine ſanfte Begeiſterung über das Zimmer, auf welches ihm die Ausſicht eröffnet wurde, und als ich den Kaffee in einer anſpruchsloſen, plumpen Zinnkanne