Teil eines Werkes 
4. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 21

gleichgültig ſtellte, und beſtellte einen Sitz im Kabriolet der Poſtkutſche nach London. Ich war in ſo ſanfter und zum Vergeben geneigter Stimmung, während ich durch die Stadt ging, daß ich beinahe Luſt hatte, meinem alten Feinde, dem Fleiſcher, zuzunicken und ihm fünf Schillinge hinzuwerfen, um meine Geſundheit zu trinken. Aber er ſah, als er im Laden an dem großen Hackeklotze ſtand und ihn abkratzte, als ein ſo verſtockter Fleiſcher aus, und überdem hatte ſeine Erſcheinung durch den Verluſt eines Vorderzahnes, den ich ihm ausgeſchlagen, ſo wenig an Schönheit gewonnen, daß ich's für das Beſte hielt, mich ihm nicht zu nähern.

Der hauptſächlichſte Gegenſtand, mit dem ſich meine Seele, als wir auf der Straße luſtig vorwärts fuhren, beſchäftigte, war, wie ich mich entſinne, der, daß ich dem Kutſcher ſo alt als nur möglich erſcheinen möchte, wes⸗ halb ich mit unmäßig grober Baßſtimme zu reden mich beſtrebte. Den letzteren Punkt erreichte ich nur mit gro⸗ ßer Unbequemlichkeit für mich ſelbſt, aber ich blieb dabei, weil ich wußte, daß es ſich für erwachſene Leute gehörte.

Gehn Sie n ganzen Weg mit, junger Herre? fragte der Kutſcher.

Ja William, ſagte ich herablaſſend(ich kannte ihn nämlich).ich bin im Begriffe, nach London zu reiſen. Später gedenke ich nach Suffolk hinunter zu gehen.

Auf die Jagd, junger Herre? fragte der Kutſcher.

Ich wußte ebenſo gut, wie er, daß dies zu der Zeit des Jahres ebenſo wahrſcheinlich war, als daß ich dorthin auf den Wallfiſchfang hätte gehen wollen; indeß ich fühlte mich doch auch geſchmeichelt.

Ich weiß nicht, ſagte ich, indem ich mich ſtellte,