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David Kopperſield. 147
len, ließ Mr. Micawber gegen den Tiſch, wo die Bitt⸗ ſchrift lag, Front machen, während mein alter Freund, Kapitän Hopkins, der ſich, um einer ſo feierlichen Gelegen⸗ heit die gebührliche Ehre anzuthun, heute gewaſchen hatte, ſeinen Platz gleich daneben nahm, um ſie Allen, welche mit ihrem Inhalte noch unbekannt waren, vorzuleſen. Dann wurde die Thür aufgeſtoßen, und die ganze Bevölkerung des Gefängniſſes begann in langen Zügen hereinzuſtrö⸗ men, wobei Viele außen warteten, während Einer ein⸗ trat, ſeinen Namen unterzeichnete und wieder hinaus⸗ ging. Zu Allen nacheinander ſagte Kapitän Hopkins: „Haben Sie's geleſen?“—„Nein.“—„ Würden Sie's anhören wollen, wenn es Ihnen Jemand vorläſe?“— Wenn der Gefragte dann auch nur die geringſte Geneigt⸗ heit verrieth, zuhören zu wollen, ſo las ihm der Kapitän
mit lauter volltönender Stimme den ganzen Aufſatz Wort für
Wort vor. Der Kapitän würde es zwanzigtauſend Mal geleſen haben, wenn zwanzigtauſend Leute ihn Einer nach dem Andern hätten anhören wollen. Ich erinnere mich, mit was für einem prächtigen Rollen der Stimme er ſolche Phraſen, wie„die im Parliamente verſammelten Vertreter des Volkes“, oder„deshalb nahen die Bitt⸗ ſteller ehrfurchtsvoll Ihrem ehrenwerthen Hauſe“, oder „ſeiner allergnädigſten Majeſtät unglückliche Untertha⸗ nen“, vortrug, wahrlich, als ob die Worte in ſeinem Munde etwas Wirkliches, Eßbares und Wohlſchmeckendes ſeien; währenddeſſen Mr. Micawber mit einem kleinen Anſtrich von Autoreneitelkeit zuhorchte und(nicht allzu eifrig und aufmerkſam) die Pflöcke an der ihm gegenüber befindlichen Wand betrachtete.
Da ich täglich zwiſchen Southwark und Blackfriars hin⸗ und zurückging, und um die Mittagszeit mich auch
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