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„Wie lange?“ ſagte er, nahm ſeine ſchwarze Pfeife aus dem Munde und ſtarrte mich an.„Ich gehe nicht zurück. Ich bin in guter Abſicht hier.“—
„Wo wollen Sie leben? Was ſoll ich mit Ihnen anfangen? Wo ſind Sie ſicher?“
„Lieber Junge,“ antwortete er,„für Geld kann man Perrücken kaufen, die einen verkleiden, oder Haarpuder, oder Brillen, oder ſchwarze Anzüge, kurze Hoſen und was nicht alles. Andere haben es früher ohne Gefahr gethan und was andere früher gethan, können andere wieder thun. Das wo und wie zu leben, iſt eine Sache, worüber Du mir Deine Meinung ſagen mußt.“
„Jetzt nehmen Sie es ſehr leicht, vorige Nacht waren Sie ſehr ernſt, als Sie ſchworen, es handle ſich um Tod und Leben.“
„So ſchwöre ich noch,“ ſagte er und ſteckte die Pfeife in den Mund,„es iſt der Tod am Galgen auf der offenen Straße nicht weit von hier und es iſt ernſt, daß Du davon genau unterrichtet biſt. Und wenn das vorüber iſt? Ich bin hier. Zurückzukehren wäre ſo ſchlimm, als hier es zu wagen— ſchlimmer. Und ich bin hier, Pip, weil ich es Jahre lang überlegt habe. Was ich dabei wage? Nun ich bin jetzt ein alter Vogel, der ſo vielen Schlingen getrotzt, ſeitdem er flügge geworden und ich bin nicht ängſtlich, mich auf einer Vogelſcheuche niederzulaſſen. Steckt der Tod darunter, ſo iſt es gut, ſo mag er herauskommen, ich ſehe ihm ins Geſicht und glaube erſt dann an ihn und nicht früher. Nun aber will ich erſt meinen Gentleman wieder einmal beſehen.“
Abermals faßte er mich an beiden Händen und beſah


