Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2

koſtete geraume Zeit, ehe er auf den Sitz kam, der, wie ich mich erinnere, mit einem regenbeſchmuzten Dache von grünem Tuche überzogen und von den Motten zu Fetzen zerfreſſen war. Es war eine wundervolle Equipage mit ſechs großen Kronen an der Außenſeite und allerlei Bän⸗ dern hinten, als ob, ich weiß nicht wie viele Bediente daran feſthalten ſollten, und darunter ein Schlußgitter, um Lieb⸗ haber zu Fuße von jeglicher Verſuchung zurückzuhalten.

Ich hatte kaum Zeit, den Wagen zu genießen und darüber nachzudenken, was für ein Strohbehälter er war, und wie ſehr er auch einer Trödelbude glich, und wie ſeltſam, daß die Futterbeutel in demſelben verwahrt wurden, als ich bemerkte, daß der Kutſcher ſchon wieder herunter ſtieg, als ob wir gleich halten würden. Und wir hielten wirklich in einer dunklen Straße bei mehreren Bureaus mit einer offenen Thür, an welcherHerr Jaggers ſtand.

Wie viel? frug ich den Kutſcher.

Der Kutſcher antwortete:Ein Schilling falls Sie nicht mehr geben wollen.

Ich ſagte natürlich, ich wolle nicht mehr geben.

Dann muß es ein Schilling ſein, bemerkte der Kut⸗ ſcher.Ich will mich nicht in die Klemme bringen. Ich kenne ihn. Er ſchloß ein Auge bei dem Namen Jaggers und ſchüttelte den Kopf.

Als er den Schilling erhalten und allmälig ſeinen Sitz beſtiegen hatte und abgefahren war(was ihm ſehr zu gefallen ſchien), trat ich in das vordere Bureau mit meinem kleinen Reiſeſack und fragte, ob Herr Jaggers zu Hauſe ſei.

Er iſt es nicht, antwortete der Schreiber.Er iſt jetzt beim Gericht. Spreche ich mit Herrn Pip?

4 V