Teil eines Werkes 
19.-23. Bd. (1854)
Entstehung
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Er iſt meines Vaters beſter und theuerſter Freund, er iſt unſerer Kinder Liebling, er iſt der Gegen⸗ ſtand unſerer innigſten Liebe und Verehrung. Und doch bin ich, während er mir als ein höheres Weſen erſcheint, ſo vertraut und ungenirt mit ihm, daß ich mich faſt über mich ſelbſt wundere. Ich habe meinen alten Namen nie verloren; ebenſo wenig hat er den ſeinigen verloren; auch ſitze ich, wenn er bei uns iſt, nie an einem andern Platze, als auf meinem alten Stuhle neben ihm.Dame Trot,Dame Durden,kleines Weibchen! immer nach, wie früher; und ich antworte;... Ja, lieber Vormund! gerade wie in früheren Zeiten.

Nie iſt mir ſeit dem Tage, wo er mich an die Vor⸗ halle führte, um mich den Namen leſen zu laſſen, be⸗ kannt geworden, daß der Wind auch nur einen Augen⸗ blick aus Oſten blies. Ich bemerkte ein Mal gegen ihn, daß der Wind jetzt nie mehr aus Oſten zu blaſen ſcheine; und er ſagte, es ſei derſelbe gerade an jenem Tage ein für alle Mal aus jener Himmelsgegend gewichen.

Meine Liebe Ada kommt mir ſchöner, als je, vor. Der Kummer, der auf ihrem Geſichte gelegen, denn er iſt nun daraus verſchwunden, ſcheint ſogar deſſen un⸗ ſchuldigen Ausdruck geläutert und demſelben etwas Gött⸗ licheres verliehen zu haben. Bisweilen, wenn ich die Augen aufſchlage und ſehe, wie ſie in dem ſchwarzen Gewande, das ſie immer noch trägt, meinen Richard unterrichtet, iſt es mir es iſt dieß ſchwer auszudrü⸗ cken als ſei es ſo gut, zu wiſſen, daß ſie ſich ihrer lieben Eſther bei ihrem Gebete erinuert.

Ich nenne ihn meinen Richard. Aber er ſagt, er habe zwei Mamma's, und ich ſei eine davon.