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bemerken, daß Caddy in Beziehung auf mich ſich von einem gewiſſen Aberglauben beherrſchen ließ, der ſich bei ihr immer geſteigert hatte, ſeit jener ſchon längſt verfloſ⸗ ſenen Nacht, wo ſie, mit dem Kopf in meinem Schooße, geſchlafen hatte. Sie glaubte faſt— wie mich bedünkt, ſo muß ich ſagen, ſie glaubte vollkommen, daß ich ihr Glück brächte, ſo oft ich in ihrer Nähe wäre. Obwohl nun dieß von Seite des liebevollen Mädchens ſo ein Ein⸗ fall war, den zu erwähnen ich mich faſt ſchäme, ſo konnte derſelbe doch all' die Kraft eines Factums haben, wenn ſie wirklich krank war. Ich eilte daher mit der Zuſtim⸗ mung meines Vormunds alsbald zu Caddy, und ſie und Prince überhäuften mich mit ſo vielen Beweiſen der Liebe und Achtung, daß man gewiß nie etwas Aehnliches ge⸗ ſehen hat.
An dem darauf folgenden Tage ging ich abermals nach London, um um ſie ſein zu können, und ebenſo
wieder einen Tag ſpäter. Es war eine Reiſe, die man gar leicht machen konnte; denn ich brauchte Morgens nur ein Bischen früher aufzuſtehen, und bevor ich weg⸗
ging, meine Rechnungen ins Reine zu bringen, und die nöthigen Haushaltungsgeſchäfte zu beſorgen.
Als ich aber dieſe drei Beſuche gemacht hatte, ſprach mein Vormund, wie ich Abends zurückkam, alſo zu mir:
„Kleines Weibchen, kleines Weibchen, es geht dieß nun ein Mal nicht an. Ein ewiges Herunterfallen von Tropfen höhlt einen Stein aus, und ein ewiges Hin⸗ und Herfahren muß anch eine Dame Durden umbringen. Wir wollen auf einige Zeit nach London gehen und dort unſere alte Wohnung beziehen.“
„Doch nicht um meinetwillen, mein lieber Vormund?“ ſprach ich.„Ich fühle mich nie müde.“
Auch war dieß buchſtäblich wahr. Ich fühlte mich nur zu glücklich mich ſo geſucht zu wiſſen.
„Alſo um meinetwillen,“ erwiederte mein Vormund;


