Teil eines Werkes 
11.-18. Bd. (1853)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2

grauſamer, als ſelbſt Nero, und laſterhafter und ver⸗ brecheriſcher, als irgend ein Seele in Newgate; denn ſo ſchlecht auch der Teufel ſein kann, in Barchent oder im Kittel( und er kann in beiden recht ſchlecht ſein), ſo iſt er doch ein ſchlauerer, verhärteterer, unerträglicherer Teufel, wenn er eine Stecknadel an ſein Vorhemdchen ſteckt, ſich einen Gentleman nennt, auf eine Karte oder Farbe hält, ein Paar Partien Billard ſpielt, und Etwas von Wechſeln und Handſchuldſcheinen weiß, als in jeder andern Geſtalt, die er annimmt. Und in ſolcher Geſtalt kann Mr. Bucket ihn finden, ſobald er nur will, in den auf Leiceſter Square ausmündenden Kanälen.

Aber der Wintermorgen bedarf ſeiner nicht und weckt ihn nicht. Er weckt aber Mr. George von der Schieß⸗ bahn, und ſeinen dienſtbaren Geiſt. Sie ſtehen auf, rollen ihre Matratzen zuſammen, und bringen dieſelben an den für ſie beſtimmten Ort.

Nachdem Mr. George ſich vor einem kleinen Spie⸗ gelchen raſirt hat, geht er baarhäuptig und baarbrüſtig an die Pumpe im Höfchen hinaus, und kommt bald wie⸗ der zurück, glänzend von gelber Seife, vom Reiben, und von nngemein kaltem Waſſer triefend.

Während er ſich an einer großen Rollquehle reibt, und dabei bläst, wie eine Art militäriſchen Tauchers, der eben aus dem Waſſer hervorgekommen, und ſein krauſes Haar ſich, je mehr er es reibt, an ſeinen ſonn⸗ verbrannten Schläfen immer feſter und feſter kräuſelt, ſo daß es ausſieht, als ob es nie durch ein minder gewalt⸗ thätiges Werkzeug, als einen eiſernen Rechen oder einen Pferdeſtriegel wieder aufgelöst werden könne, und während er alſo ſo reibt, und bläst, und putzt, und keucht, und den Kopf bald nach dieſer, bald nach jener Seite hinwendet, um ſeine Gurgel um ſo bequemer ſchinden zu können, und während er mit gehörig nach vorn gebogenem Körper daſteht, um die Näſſe von ſeinen martialiſchen Beinen abzuhalten, ſchaut Phil,