Teil eines Werkes 
2. Th. (1839)
Entstehung
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4 Oliver Twiſt.

eines Hauſes, wechſelte leiſe einige Worte mit der Per⸗ ſon, welche öffnete, und ſchritt die Treppe hinauf.

Ein Hund knurrte, als er die Thürklinke berührte, und eine männliche Stimme fragte, wer da ſei.

»Ich, Bill, ich, lieber Freund;« antwortete der Jude, indem er hineinſchielte.

So bringe nur Deinen Rumpf auch herein,« ſagte Sikes.»Leg' dich, Beſtie! Kennſt du denn den Teufel nicht, wenn er einen großen Rock angezogen hat?«

Der Hund ſchien wirklich durch Fagins Aeußeres et⸗

was getäuſcht worden zu ſein, denn als der Jude den

Rock aufknöpfte, auszog und über eine Stuhllehne hing, kroch er wieder in den Winkelzurück, aus welchem er hervor⸗ gekommen war, und wedelte dabei mit dem Schwanze, um zu zeigen, daß er vollkommen zufrieden geſtellt ſei.

»Gut?« fragte Sikes.

.»Gut, lieber Freund,« antwortete der Jude.»Ach, Aennchen.

Die letztere Erkennung wurde mit einiger Verlegen⸗ heit ausgeſprochen, denn Fagin und das Mädchen hatten einander nicht geſehen, ſeit das letztere zu Gunſten Oli⸗ vers eingeſchritten war. Alle Zweifel, wenn er derglei⸗ chen hegte, wurden jedoch raſch durch das Benehmen Aennchens entfernt. Sie nahm die Füße von dem Ka⸗ mine, ſchob ihren Stuhl zurück und erſuchte Fagin, näher zu rücken, denn es ſei eine kalte Nacht.

»Ja, es iſt kalt, liebes Aennchen,« ſagte der Jude, während er ſeine runzeligen Hände an dem Feuer wärmte. Es geht einem durch und durch,« ſetzte er hinzu, wäh⸗ rend er ſeine linke Seite hielt.

»Wenn es durch Dein Herz gehen ſoll, muß es ein Dolch ſein,« bemerkte Sikes.»Gieb ihm etwas zu trin⸗ ken, Anna, und mach' ſchnell! Es könnte Einem übel