Schluß. 117 *
Klein Dorrits alter Freund hielt das Tintenfaß, wäh⸗ rend ſie ihren Namen unterſchrieb, und der Küſter hielt einen Augenblick inne, wie er dem guten Geiſtlichen den Chorrock abnahm, und alle Zeugen ſahen mit beſonderem Intereſſe zu.„Denn Sie müſſen wiſſen,“ ſagte Klein Dorrits alter Freund,„dieſe junge Dame iſt eine von unſern Merkwürdig⸗ keiten, und iſt jetzt zum dritten Band unſerer Regiſter ge⸗ kommen. Ihre Geburt iſt eingetragen in dem, was ich den erſten Band nenne, hier auf dieſem ſelbigen Fußboden hat ſie mit ihrem hübſchen Köpfchen auf dem zweiten Bande ge⸗ ſchlummert, und jetzt ſchreibt ſie ihren Namen in den dritten Band ein.“
Sie traten Alle zurück, als das junge Paar mit dem Un⸗ terſchreiben fertig war, und Klein Dorrit und ihr Gatte verließen allein die Kirche. Einen Augenblick blieben ſie auf den Stufen der Eingangspforte ſtehen und betrachteten die heitere Perſpective der Straße in demſelben Schein der herbſt⸗ lichen Morgenſonne und traten dann hinaus.
Traten hinaus in ein beſcheidenes Leben voll nützlicher Arbeit und ſtillen Glücks. Traten hinaus, um mit der Zeit Fanny's vernachläſſigten Kindern nicht weniger als ihren eigenen mütterliche Sorgfalt angedeihen zu laſſen, und die⸗ ſer Dame Zeit zu verſchaffen, ſich in alle Ewigkeit der Ge⸗
ſellſchaft zu widmen. Sie traten hinaus, um noch einige
wenige Jahre liebevoll Tip zu pflegen, der niemals über
die großen Opfer Gewiſſensbiſſe fühlte, die er von ihr als Entgelt für die Reichthümer forderte, die er ihr hätte


